Dram of the week: Apr 5, 2019

lcs-logo

irish-malt-1989-special-edition-10-years
Dear whisky friend,
And in the spirit of what we do best, we bring you something very exclusive today. Only 127 bottles were bottled by this old Irishman. It comes from one of Ireland’s most famous and oldest distilleries, which has banned the independent bottler from using its name on the label. Which, as we know from many other independent bottlings, is still a very common practice today.
Now let me address the peculiarities of this bottling in a bit more detail, because this whisky is really outstanding. In 1989, the distillate was put into an ex-Rum barrel undiluted, to be bottled in 2019, after 29 years of maturation with a barrel strength of 56.5%. The Irish distilleries – especially the well-established ones – are somewhat lazy for lack of a better word, when it comes to producing something other than triple-filtered whiskies reduced to 40% drinking strength. A remarkable exception in recent years is the distillery Teeling, which had come up with smaller single cask bottlings that do not feel that much Irish. Another distillery that stands out in a similar way is Dingle from Kerry County with its rather unusual ways of maturation.
With our old Irish, the maturation in a ex-Rum cask is simply exceptional. Even Scottish distilleries are rather wary to mature in Rum casks, usually doing it as a finish. But leaving to mature in one at cask strength is here purely Irish. Then leaving it to mature for a whopping 29 years, well this fact pretty much stands alone as a testament to being Irish. So now to our drama of the week.

Single Malt Irish Whiskey, 29 y.o., 56.5%, Ex Rum Barrel, 127 Bottles, 10th anniversary of e-spirits, Liquid Treasures

In color, it is similar to a light maple syrup, so I assume that the rum barrel was prior in use, maybe for several years. The dram is very intense on the nose. Tropical fruits, some cinnamon, orange marmalade with orange zest. Sweetened raisins and herbal sweets, as well as the stand with the same in the pedestrian zone in front of a large department store. The first sip makes it clear that this is far from an Irish whisky. Velvety, similar to the elasticity of a good old cognac. Caramel and still the tropical fruits, but now also very clearly the influences of the rum. But I rather think of a Cape Verdean grog than of a Jamaican rum. The traces of the rum are not so sweet, but have more of a robust character. A little bit of menthol maybe still from the herbal candy. The finish is incredibly long and fills the entire mouth with flavors. The rum conquers and overwhelms one or the other flavor component, but never becomes dominant.

My conclusion: A unique dram with an incredibly wide range of flavors. Soft and powerful at the same time. If I had to compare this whisky with another, I would be lost. I cannot remember anything like that in the abundant constellation of whiskies I ever tasted. Here we have a whisky that will satisfy every connoisseur, even those with the greatest demands.

Sláinte!
Manfred
Liebe whiskey freund,
Manchmal darf es auch sehr exklusiv sein, so wie in unserem heutigen Dram of the week. Nur 127 Flaschen wurden von diesem alten Iren abgefüllt. Er kommt aus einer der bekanntesten und ältesten Destillerien Irlands, die unserem unabhängigen Abfüller allerdings das Labeln des Namens verboten hat. Nun, wie wir schon durch viele andere unabhängige Abfüllungen wissen, ist das durchaus noch gängige Praxis, leider.
Ich möchte die Besonderheiten dieser Abfüllung etwas genauer ansprechen, denn dieser Whisky ist wirklich ‘outstanding’. 1989 wurde das Destillat unverdünnt in ein Ex Rum Barrel verbracht, um dann 2019, nach 29 Jahren Reifezeit, mit einer Faßstärke von 56,5% abgefüllt zu werden. Die irischen Destillerien – gerade die etablierten – sind etwas, na, sagen wir mal behäbig, wenn es darum geht nicht nur immer dreifach gebrannte, auf 40% Trinkstärke reduzierte Whiskys, zu produzieren. Rühmliche Ausnahnme in den letzten Jahren ist die Brennerei Teeling, die mit kleineren Single Cask Abfüllungen, die so gar nicht irisch anmuten, aufwarten kann. Auch die Destillerie Dingle aus dem County Kerry geht ungewöhnliche Wege und soll hier nicht unerwähnt bleiben.
Bei unserem alten Iren ist die Maturation in einem ehemaligen Rumfass als außergewöhnlich anzusehen. Selbst schottische Destillerien belassen es, wenn es um ein Rumfass geht, meistens mit einer Belegung als Finish. Und auch das Belassen auf Faßstärke ist nicht unbedingt eins der erstgenannten irischen Whiskyattribute. Auf die Lagerzeit von satten 29 Jahren brauchen wir nicht weiter einzugehen, diese Zahl steht für sich. Nun aber zu unserem Dram:

Single Malt Irish Whiskey, 29 y.o., 56,5%, Ex Rum Barrel, 127 bottles, 10th anniversary of e-spirits, Liquid Treasures

In der Farbe ist er ähnlich wie ein leichtes Ahornsirup, daher nehme ich an, dass das Rumfass etliche Jahre aktiv war. In der Nase – ich habe ihm etwas Zeit gegeben – ist das schon sehr intensiv. Tropische Früchte, etwas Zimt, Orangenmarmelade mit Orangenzeste. Gezuckerte Rosinen und Kräuterbonbons, so wie der Stand mit selbigen in der Fußgängerzone vor einem großen Kaufhaus. Der erste Schluck macht klar, dass man hier weit von einem hundsgewöhnlichen irischen Whisky entfernt ist. Samtig, von der Elastizität eines guten, alten Cognacs ähnlich. Karamell und noch immer die tropischen Früchte, aber jetzt auch ganz klar die Einflüsse des Rums zu erkennen. Mir kommt aber eher der Gedanke an einen kapverdianischen Grogue, als an einen jamaikanischen Rum. Die Spuren des Rums sind nicht so süß, sondern eher von robustem Charakter. Ein wenig Menthol vielleicht noch aus dem Kräuterbonbon. Der Abgang ist unglaublich lang und füllt den gesamten Mundraum mit Aromen aus. Dabei erobert sich der Rum noch den ein oder anderen Aromenanteil, wird aber nie dominant.

Mein Fazit: Ein Unikat mit einem unglaublich breitem Aromenspektrum. Weich und kraftvoll zugleich. Sollte ich diesen Whisky mit einem anderen vergleichen müssen, wäre ich aufgeschmissen. Ich kann mich nicht erinnern etwas Vergleichbares in der Konstellation schon jemals getrunken zu haben. Hier haben wir einen Whisky der selbst Genießer mit den größten Ansprüchen zufriedenstellen wird.

Sláinte!
Manfred

Hello,
I’m Manfred — the resident whisky connoisseur expert at The Luxembourgish Cask Selection. Each week I’ll share with you a dram that I tried and loved.

luxe-whisky-club

Hallo,
Ich bin Manfred. Ich bin der Whisky-Experte bei “The luxembourgish cask selection”. Ich werde ihnen jede Woche einen Whisky vorstellen, der mich bei einem Tasting ganz besonders von sich beeindruckt hat.


facebook


instagram