Dram of the week: May 8, 2020

Dear whisky friend,

Today’s Dram of the Week is truly a mystery. It goes by the name “Taraansay” and it means nothing like the baby elephant with his youthful rider, leisurely strolling through the Indian jungle. When I read the name, I imagine Mo(w)gli from the jungle book. And, may be partially due to my increasing weight in this corona times, but then I see Balu the Bear who scurries from forehead flap to forehead flap. But back to the whisky. It is a blended scotch from a single cask and just by mentioning this you, as someone who understands whisky, are already irritated. A blend from a single cask. Ok, so the basic distillates from various distilleries were mixed before storage, rather unusual. Then there is blended scotch, not blended malt scotch. So we can assume that a certain proportion of grain malt was used here. Usually grain whiskeys are used for the, well, let’s call them the cheap whiskies on the shelves of various dive bars, but here I’m surprised. We also have the age of 12 years, which would not be the case with an inexpensive grain, because age does not matter with those whiskies. The last disturbing fact is the barrel strength of 59.5%. You wouldn’t do that in the commercial grain area either, because it’s all about maximizing profits and water to dilute to drinking strength and that makes it quite cheap. In any case, I am standing there with a lot of questions trying to adjust my expectations to this unique dram so I can be honest about whether this very unusual experiment was a success. It is also the last whisky from Liquid Treasures’ ‘from miles away’ series. Next week, fingers crossed, we’ll have an Irish whisky that I’m looking forward to, hehe.

Taraansay, 12 y.o., 59.5%, Ex-Bourbon Barrel, Cask No ° 4, 249 bottles, ‘from miles away’-series, Liquid Treasures

Light hay in color, the cask which is most likely not very old, has given off plenty of color. The alcohol manifests itself on the nose in the form of a eucalyptus-menthol mixture. Sweet, like a fruit candy. A little oak, light pulp notes, similar to an apple casing and also certain herbal aromas, which I cannot differentiate further. A nice sweetness on the palate, accompanied by a mighty start. There is the 59.5% directly on the tongue. And the alcohol is really clear, but it also gives the whole thing plenty. I think that’s cleverly done. The sweetness stays, turns into sweetened cream in the course of the tasting experience. It is herbal on the palate, I like that, but I still cannot quite pinpoint it. Since I know from the label that grain was used, I wonder where the unpleasant, slightly bitter, aftertaste is, as there is no trace of it so far. The finish is not the longest, that would be too much of a good thing now, but is developing well. No annoying notes, the Bourbon cask develops slightly vanilla oak notes, but remains quite harmless.

My conclusion: This whisky must be looked at objectively. What does it want to be and what can it do? I think that the goal of creating a good whisky was achieved. For me it went even above my expectations. And when I look at the price, I can only say “Well done!”.

Sláinte!
Stephan

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Liebe Whiskyfreund,

Unser heutiger Dram of the week ist fürwahr ein Mysterium. Er hört auf den Namen “Taraansay” und damit ist nicht das Elefantenbaby mit seinem ebenfalls jugendlichen Aufsitzer, gemächlich durch den indischen Dschungel streifend, gemeint. Wenn ich den Namen lese, bekomme ich Mo(w)gli aus dem Dschungelbuch vor mein geistiges Auge. Es mag vielleicht auch an meiner in der Corona-Krise zur Untätigkeit verdammt, zunehmenden Leibesfülle liegen, da huscht dann doch Balu, der Bär, von Stirnlappen zu Stirnlappen. Aber zurück zum Whisky. Es ist ein Blended Scotch aus einem Single Cask und allein durch diese Bezeichnung fühlt man sich selbst als Insider der Szene schon reichlich irritiert. Ein Blend aus einem Single Cask, ok, also wurden die aus verschiedenen Brennenreien stammenden Grunddestillate schon vor der Lagerung vermählt, eher ungewöhnlich. Dann aber auch noch Blended Scotch, nicht Blended Malt Scotch. Also können wir davon ausgehen, dass hier ein gewisser Anteil eines Grains verwendet wurde. Normalerweise werden Grainwhiskys eher für die, na, sagen wir mal, günstigen Whiskys in den Regalen diverser Discounter genommen, aber hier wundert mich das schon. Es wird auch ein Alter von 12 Jahren angegeben, das würde es bei einem preiswerten Grain nicht so geben, denn das Alter spielt bei diesen Whisky keine Rolle. Der letzte verstörende Fakt ist dann noch die Fassstärke von 59,5%. Auch das würde man im kommerziellen Grainbereich nicht machen, denn da geht es nur um Gewinnmaximierung und Wasser zum Verdünnen auf Trinkstärke ist ja recht billig. Ich stehe jedenfalls mit einer Menge Fragezeichen da und werde versuchen meine Sensorik auf dieses Unikum zu sensibilisieren. Danach kann ich wenigstens sagen, ob dieses sehr ungewöhnliche Experiment aus meiner Sicht gelungen ist. Es ist auch der letzte Whisky aus der ‘from miles away’-Serie von Liquid Treasures. Nächste Woche, ich hoffe es klappt, haben wir dann mal wieder einen irischen Whisky auf den ich mich sogar freue, hehe.

Taraansay, 12 y.o., 59,5%, Ex-Bourbon Barrel, Cask No°4, 249 Flaschen, ‘from miles away’-series, Liquid Treasures

In der Farbe helles Heu, das höchstwahrscheinlich noch nicht alte Fass hat doch reichlich Farbe abgegeben. In der Nase äußert sich der Alkohol in Form von einem Eukalyptus-Menthol Gemisch. Süße, diese wie aus einem Fruchtbonbon. Etwas Eiche, leichte Tresternoten, ähnlich eines Apfelgehäuse und auch gewisse Kräuteraromen, die ich aber nicht weiter differenzieren kann. Am Gaumen dann eine schöne Süße, begleitet von einem mächtigen Antritt. Da sind die 59,5% direkt auf der Zunge. Und der Alkohol ist wirklich deutlich, gibt dem Ganzen aber auch Fülle. Das finde ich geschickt gemacht. Die Süße bleibt, geht im Laufe des Drams in gezuckerte Sahne über. Kräuterig ist er auch noch im Mund, das gefällt mir gut, lässt sich für mich aber noch immer nicht im einzelnen bestimmen. Da ich ja durch die Angaben auf der Flasche weiß, dass Grain mit verarbeitet wurde, frage ich mich wo der unangenehme, leicht bittere, Nachgeschmack bleibt, aber keine Spur. Der Abgang ist nicht der längste, das wäre jetzt auch zu viel des Guten, entwickelt sich aber brav. Keine störenden Noten, das Bourbon Barrel entwickelt leicht vanillige Eichenoten, bleibt aber recht harmlos.

Mein Fazit: Dieser Whisky muss objektiv gesehen werden. Was will er und was kann er? Ich bin der Meinung, das Ziel einen guten Whisky auf die Beine zu stellen, ist erreicht. Bei mir liegt er sogar über meiner Erwartungshaltung. Und wenn ich mir den Preis anschaue, dann kann ich sagen: “Gut gemacht!”.

Sláinte!
Stephan

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